Etwas Hintergrund zu diesem faszinierenden Sport

Etwas Hintergrund zu diesem faszinierenden Sport
Der Polosport hat eine lange Tradition und kam über viele Umwege aus Persien nach Deutschland. Polo ist der älteste Teamsport der Welt.
Die Regeln
Dem Polospiel liegt ein kompliziertes Regelwerk zugrunde. In erster Linie dienen die Regeln dem Schutz des Pferdes und erfordern strenge Richtlinien. Dieses Reglement wurde erstmals in England schriftlich verfasst und diese so genannten „Hurlingham Rules“ sind auch maßregelnd für die German Polo Masters auf Sylt.
Um die Einhaltung der Regeln kümmern sich die „Umpires“ (Schiedsrichter), die während des Spiels auf dem Feld mitreiten und die unerlaubten Spielzüge abpfeifen und entsprechende Strafen verordnen.
Das Spiel
Acht internationale Mannschaften spielen bei den German Polo Masters um den Sal. Oppenheim Gold Cup. Jedes Team besteht aus vier Spielern und ein Spiel aus vier Spieleinheiten. Eine Spieleinheit (Chukker) dauert 7 bis 7 ½ Minuten. Zwischen jedem Chukker werden die Pferde gewechselt. In der großen Spielpause werden die Zuschauer aufgefordert, einer alten Tradition zu folgen und die von den Pferden herausgerissenen Rasensoden, wieder „einzutreten“. Dies dient natürlich auch dem Zweck, das die Pferde ungehinderter laufen und der Ball schnell rollen kann.
Die Polospieler teilen ihre Positionen auf Angriff, Mittelfeld und Verteidigung auf. Der Verteidiger ist jedoch nicht an das Tor gebunden und kann mit in den Angriff übergehen. Nach jedem Tor wechseln die Spieler die Torseite. Diese faire Spiellösung führten die Persier ein, damit abends bei niedrig stehender Sonne, beide Teams dieselben Sichtverhältnisse haben. Ein Tor bedeutet einen Punkt.
Handicap
Jeder Spieler hat ein Handicap, ähnlich wie beim Golf, das besagt wie gut er spielt. Die Messlatte geht hier von – 2 (Anfänger) bis + 10 (Profi), wobei es auf der Welt nur eine Handvoll 10er gibt. Das Handicap von jedem Spieler zusammen gerechnet, ergibt das Teamhandicap und ist Maßstab für die Spielstärke eines Teams.
Die Teamstärken müssen natürlich innerhalb eines Turnierwettkampfes miteinander vergleichbar sein. Deswegen werden die Poloturniere in Gewichtsklassen unterteilt: und zwar in Low Goal, Medium Goal und High Goal.
High Goal ist demnach die schwerste Spielklasse, mit den stärksten Teams bzw. mit Spielern mit hohen Handicaps und sehr gutem Spielvermögen. Das German Polo Masters-Turnier ist ein High Goal Turnier und zeichnet sich durch besonders gute und internationale Spieler aus.
Polopferde
Polopferde sind eine Kreuzung aus einer argentinischen Landrasse, den „Criollos“ und englischem Vollblut. Sie sind schnell und gewandt, mutig und ausdauernd, robust, temperamentvoll und zugleich gelassen. Die auf Sylt spielenden Polopferde sind Hochleistungssportpferde und werden, wie ein Athlet auch, professionell trainiert, um ihnen eine entsprechende Leistung abfordern zu können. Tierpfleger, Pferdetrainer und Tierärzte sind stets anwesend und umsorgen diese außergewöhnlichen Pferde, denn sie sind das wertvollste Gut.
Jeder Spieler hat circa vier bis fünf Pferde. Ein Pferd pro Chukker plus ein Ersatzpferd. Natürlich darf auch während des Spiels das Pferd gewechselt werden, falls im Spiel ein Pferd müde werden sollte oder ein Pferd geschont werden soll.
Polopferde spielen eine Polosaison (in Deutschland von Mai bis September) und gehen danach sieben Monate auf die Weide, wo sie sich ausruhen und wieder Kräfte sammeln können.
DPV
Weitere Informationen über das Regelwerk finden Sie auf der Homepage des Deutschen Poloverbandes:

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